Dienstag, 1. Dezember 2015

FREUDE

Was bringt einen Menschen in wohl einer der stressigsten Phasen des eigenen Lebens dazu, auch noch einen Blogger-Adventskalender zu organisieren?

Die Antwort ist einfach: Eben drum.

Advent.

Damit beginnt auch wieder die Zeit der Mahnungen:
"Advent ist mehr als Zimtsterne, Glühwein und Weihnachtsmarkt."
"Advent sollte eine Zeit der Besinnung sein."
"Advent ist doch nur noch Stress und Jagd nach Weihnachtsgeschenken."

Und nun?

Weihnachtsmärkte meiden, zu Hause bleiben, fasten, sinnend vor dem Adventskranz sitzen, und natürlich einander versichern "Wir schenken uns dieses Jahr nichts."?

Kann man machen.

Katholisch ist zum Glück anders. Katholisch ist nicht das "entweder...oder" sondern das "sowohl... als auch".

Advent ist eine Zeit der Vorfreude. Eine Zeit, in der wir uns auf etwas Wundervolles freuen und vorbereiten.

Auch hier wieder "sowohl... als auch": Freude UND Vorbereitung.

Die Freude darf sich im Besuch eines Weihnachtsmarktes äußern, im Glühwein, und im Genuss von Zimtsternen und anderen Leckereien.

Die Freude darf auch die "Jagd" nach Geschenken sein, solange nur der rechte Grund dahinter steht: Wenn ich bei meiner Suche nach Geschenken den jeweiligen Menschen vor mir sehe und es mir nur darum geht, dem anderen Freude zu machen  - dann habe ich bei dieser Suche und dem späteren Schenken mehr Freude an der Freude des anderen, als ein besonnen-sachliches "Wir schenken uns nichts." mir je geben könnte.

Die Freude und die Vorbereitung arbeiten Hand in Hand. Denn die Freude ist Teil der Vorbereitung auf das Kommende. Ich kann, darf, soll mich den ganzen Advent hindurch freuen, weil mich zum Abschluss etwas Wunderbares erwartet.

Wenn dieses Wunderbare mir immer als die Grundlage vor Augen steht, auf der meine Freude ruhen muss, dann wird die Freude unvergänglich sein, auch über jeden 24. Dezember hinaus.

In diesem Sinne: FREUT EUCH!

Ode to Joy

Kommentare:

  1. Jedenfalls ein sehr freudiger Auftakt des Adventkalenders!

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  2. Herrlich, Heike! Mit dem Startschuss "Freuet euch" hinein in den Advent mit Kerzenschein, Glühwein und Lebkuchen, an dem man sich nicht schon seit August satt gegessen hat... Und dabei oft und immer öfter das "Wunderbare" im Blick haben. Richtig! So ist das "Freuet Euch!" gemeint.

    Man kann es ebenso wenig befehlen, wie das "Fürchtet euch nicht". Freude ist nicht Befehl, sondern Aufgabe., eine Schule der Freude sozusagen, in der wir uns mit der VOR-Freude beginnend nach dem Grund aller Freude sehnen. So ist Advent für mich auch ein anderes Wort für Sehnsucht: "O komm, o komm, Emanuel, nach Dir sehnt sich dein Israel!" Wäre das 1- Weihnachtsfest möglich gewesen ohne diese Sehnsucht?

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    1. Danke dir für diesen wunderbaren Kommentar.

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  3. Dies ist ein Kommentar zum 3. Türchen "Vorbereitung freut" von akinom,die mit dem Profil nicht zurecht kam.
    "Möge Christus auch in deinem Herzen geboren und dort zum König werden!"

    Ich erinnere mich noch daran, dass mir als jemand als Kind etwas vom "Klapperstorch" erzählt hatte, was ich überhaupt nicht verstand. Die genderkonforme Aufklärung kannte man damals auch noch nicht. Und ich wusste nur von meiner Mutter, dass ein Baby "unter dem Herzen der Mutter wächst", ehe es zur Welt kommt. Das ergänzend zu den Worten Ihres Freundes, die doch irgendwie besagen, dass der Advent Zeit auch unserer "Schwangerschaft" ist.

    "Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit euch nicht verwirren und jener Tag euch nicht überrascht." Ob Jesus bei seinen adventlichen Mahnungen vielleicht nicht auch prophetisch die "modernen" ausschweifenden "Weihnachtsfeiern" im Blick hatte, die einer "Schwangerschaft" bekanntlich ganz und gar abträglich sind?

    "In der Bibel hat alles mit allem zu tun!" Dieser Satz aus dem Buch von Peter Seewald "Jesus Christus - Die Biografie" hat sich mir tief eingeprägt. Das Christkind umfasst alle Gegensätze. Und wir müssen und dürfen sie aushalten...

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