Vorab die Beichte: Name und Konzept dieses Beitrages sind halb "geklaut". Eine Freundin postet seit längerem mit einer gewissen Regelmäßigkeit 10 ihr gerade durch den Kopf gehende Gedanken auf Facebook unter dem Titel "Freitagsfüller". Hildegard, falls du dies liest: Auch wenn ich zu faul bin, deine Posts zu kommentieren; ich lese sie durchaus gerne.
"Halb geklaut" deshalb, weil dieser Beitrag a) nicht zur Regelmäßigkeit werden soll, ich mich b) nicht auf die Zahl "10" festlegen werde, und weil ich mich c) nicht immer auf nur einen Satz beschränken werde.
Was mich heute Abend so beschäftigt:
Vor kurzem ging ich einmal abends mit dem beruhigenden Gedanken ins Bett "Die Briten sind zu klug für einen solchen Unsinn". Am nächsten Morgen verkündeten die Nachrichten den Brexit. Werde ich morgen früh zum amerikanischen Äquivalent "Präsident Trump" aufwachen?
Bei jedem Abspielen der Neuauflage von "Sound of Silence" im Radio möchte ich den Mörder dieses Hits von Simon & Garfunkel teeren und federn.
Ich verstehe, dass jede TV-Talkrunde mindestens einen "Bösewicht" braucht, damit die Zirkusbesucher... äh... Zuschauer sich recht von Herzen über ihn/sie aufregen können. Deshalb gleich einer vollverschleierten Schweizerin zu erlauben, im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Reklame für den IS zu machen, entzieht sich meinem Verständnis.
"Zum Fremdschämen unterwürfig und geschichtsvergessen" titelt die Jüdische Rundschau und meint die etwas andere Kreuzabnahme in Jerusalem durch den kath. Kardinal Marx und den ev. Bischof Bedford-Strohm, und sie drückt damit aus, was ich denke. Unsere deutschen Kirchenoberen regen ja nicht zum ersten Mal zum Fremdschämen an, aber selten waren sie so effektiv wie heute.
Bei uns schien heute oft die Sonne, während es anderswo schon geschneit hat. Darf gerne so bleiben. In Südafrika dagegen erlebt man bereits die nächste Dürre - seit Jahren werden die Sommer länger und heißer, die Regenfälle immer seltener und spärlicher. Das Wasser wird knapp. Seitdem meckere ich seltener über verregnete Tage in Deutschland.
Und was sind eure Dienstagsfüller?
Dienstag, 8. November 2016
Sonntag, 6. November 2016
Der dritte Kandidat - The third candidate - Evan McMullin
Also, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe erst gestern aus einem Artikel im Time Magazine erfahren, dass es einen dritten Kandidaten um die US-Präsidentschaft gibt. Sein Name ist Evan McMullin.
Wer ihn sich einmal ansehen möchte, kann dies auf der Seite des Senders ABC tun:
ABC
Das ist ziemlich spannend:
Tatsächlich steht McMullin nur in 11 Bundesstaaten auf den Wahlzetteln. Aber das ist nun bitte kein Zeichen einer üblen Verschwörung, sondern nur der Tatsache geschuldet, dass er sich erst sehr spät als unabhängiger Kandidat aufstellen ließ. Zu spät für die Wahlzettel mancher Staaten.
McMullin - übrigens Republikaner - steht derzeit jedoch sensationell davor, Trump im Bundesstaat Utah den Sieg streitig zu machen.
Nun gibt es dazu in den amerikanischen Medien eine lustige Überlegung:
Wenn McMullin Utah gewinnt und er verhindern kann, dass einer der beiden anderen Kandidaten die nötige 270-Stimmen Mehrheit für sich reklamieren kann, dann KÖNNTE es passieren, dass zum ersten Mal seit 1824 eine Präsidentschaftswahl vom Repräsentantenhaus entschieden würde. Und dieses könnte, rein theoretisch, auch McMullin die Präsidentschaft zuerkennen.
So weit, so lustig. Natürlich ist das Quatsch. Auch McMullin selbst sagt nicht von sich, dass er die Präsidentschaft anstrebt. Er sagt jedoch von sich, dass er Trump verhindern will. Denn jede republikanische Stimme für McMullin ist eine replublikanische Stimme weniger für Trump.
Vielleicht ist es ja wirklich der Anfang zur Bildung einer dritten "Party" in den USA? Zeit wär's.
RIP - dann lasst es lieber!
Ein Mensch mit einem gewissen Bekanntheitsgrad - Schauspieler, Musiker, Schriftsteller, Politiker usw. - stirbt und wir verbreiten die Nachricht über seinen Tod im Internet, vorzugsweise auf Facebook.
Das ist völlig in Ordnung. Da ist jemand, dessen Tod uns berührt, und wir möchten ihm oder ihr unseren Respekt zollen.
Wirklich? Ist es ein Zeichen von Respekt, wenn uns nichts anderes einfällt, als eine jede Todesnachricht, die wir im Netz teilen//kommentieren, mit nichts als einem "RIP" zu titeln?
Der Clown Oleg Popow tot. RIP
Manfred Krug tot. RIP
Götz George tot. RIP
Omas Goldfisch tot. RIP
Gut, ich verstehe das natürlich: Einerseits möchten wir an der jeweiligen gerade durchs Netz träufelnden tränenschwangeren Abschiedszeremonie Anteil haben, andererseits wird ja in Promiland in diesem Jahr so zahlreich gestorben, dass es für den jeweils gerade Verstorbenen eben nur mehr für eine schnelle Abk. reicht.
Nur ist für den so Abgekürzten der Tod meist ein recht einschneidendes und einmaliges Erlebnis gewesen - man sollte es also entsprechend würdigen.
Wenn die Worte fehlen, oder auch die Zeit, wäre ein simples Ausschreiben des sich hinter RIP verbergenden Satzes anzudenken:
"Er/sie ruhe in Frieden."
Gerne auch in der Abwandlung:
"Möge er/sie in Frieden ruhen."
Oder für die Lateiner unter euch:
"Requiescat in pace."
GANZ superkalifragilistikexpialigetisch wäre es natürlich, ein oder zwei kurze Sätze zu schreiben, warum es einem wichtig ist, diese Todesnachricht zu teilen/kommentieren.
Aber wir wollen nicht gleich übertreiben.
Bevor ihr jedoch die nächste Todesnachricht mit einem simplen "RIP" teilt/kommentiert, denkt nach:
Ist es euch der/die Verstorbene wert, euch zwei Minuten zu nehmen, um euren Post/Kommentar mit mehr als dieser Abkürzung zu versehen?
Und falls die Antwort "Nein." lautet:
Dann lasst es lieber.
Das ist völlig in Ordnung. Da ist jemand, dessen Tod uns berührt, und wir möchten ihm oder ihr unseren Respekt zollen.
Wirklich? Ist es ein Zeichen von Respekt, wenn uns nichts anderes einfällt, als eine jede Todesnachricht, die wir im Netz teilen//kommentieren, mit nichts als einem "RIP" zu titeln?
Der Clown Oleg Popow tot. RIP
Manfred Krug tot. RIP
Götz George tot. RIP
Omas Goldfisch tot. RIP
Gut, ich verstehe das natürlich: Einerseits möchten wir an der jeweiligen gerade durchs Netz träufelnden tränenschwangeren Abschiedszeremonie Anteil haben, andererseits wird ja in Promiland in diesem Jahr so zahlreich gestorben, dass es für den jeweils gerade Verstorbenen eben nur mehr für eine schnelle Abk. reicht.
Nur ist für den so Abgekürzten der Tod meist ein recht einschneidendes und einmaliges Erlebnis gewesen - man sollte es also entsprechend würdigen.
Wenn die Worte fehlen, oder auch die Zeit, wäre ein simples Ausschreiben des sich hinter RIP verbergenden Satzes anzudenken:
"Er/sie ruhe in Frieden."
Gerne auch in der Abwandlung:
"Möge er/sie in Frieden ruhen."
Oder für die Lateiner unter euch:
"Requiescat in pace."
GANZ superkalifragilistikexpialigetisch wäre es natürlich, ein oder zwei kurze Sätze zu schreiben, warum es einem wichtig ist, diese Todesnachricht zu teilen/kommentieren.
Aber wir wollen nicht gleich übertreiben.
Bevor ihr jedoch die nächste Todesnachricht mit einem simplen "RIP" teilt/kommentiert, denkt nach:
Ist es euch der/die Verstorbene wert, euch zwei Minuten zu nehmen, um euren Post/Kommentar mit mehr als dieser Abkürzung zu versehen?
Und falls die Antwort "Nein." lautet:
Dann lasst es lieber.
Samstag, 29. Oktober 2016
Römische Fotos
Bei aller Büroarbeit komme ich erst jetzt dazu, auch noch die letzten Reisebilder aus dem September online zu stellen - heute gibt es daher also Rom und (k)ein Ende.
Bevor ich loslege, möchte ich aber einen Freund verlinken, der im Oktober auf Bistumswallfahrt in Rom war und darüber einen sehr schönen Blogartikel geschrieben hat:
klick
So einen abendlichen Fensterausblick - ich glaube, den kann es nur in einem römischen Hotel geben:
Er war heiß, heißer, noch heißer, dieser September in Rom. Doch in der Heimat war es zur gleichen Zeit sogar noch heißer. Das muss man einfach niederschreiben - verkehrte Welt.
Und man muss sehr früh aufstehen. Nämlich, um den Petersplatz SO fotografieren zu können:
Also gut, wo wir nun gerade dabei sind, dann halt einige wenige Impressionen vom Petersdömchen:
Aber dann machten wir uns auf zum Castel Sant'Angelo:
Im Inneren liegt Geschichte bruchstückhaft in den Ecken herum.
Kanonenfutter:
Wandel-Gang:
Früher konnte man sich dort auch einkerkern lassen:
Glück hatte, wer das Tageslicht wiedersah:
In den oberen Räumen hielten man sich eher freiwillig auf und genoss das Ambiente:
Weiter unten wurde scharf geschossen:
Der Tiber:
Schöne Aussichten:
Sonnenfinsternis durch Kameraspiele:
Ich muss meine Zimmerdecke im Wohnzimmer gelegentlich umgestalten:
Der Passetto di Borgo: Eine "Befestigungsmauer", die vom Castel Sant'Angelo bis zum Vatican führt und gleichzeitig ein Geheimgang der Päpste war:
Wie gesagt: Schlagkräftige Zeiten. Und wünschen wir uns nicht alle gelegentlich so ein Teil?
Ja, ein Regenschirm tut's in Rom eigentlich immer - bei Regen UND bei Sonnenschein:
Lückenbüßer:
Ausguck vom Feinsten:
Schlafzimmergeschichten:
Habe mir ein neues Kofferset gekauft - bisschen stabiler halt:
Vom Castel dann von Engeln bewacht über die Engelsbrücke:
Und nun gehen wir spazieren:
Eisberg voraus! auf der Piazza Navona:
Und der Haifisch, der hat Zähne...:
Kontraste:
Da steht ein Pferd auf'm Flur...
Maskenhaft:
So ist das:
Fontana di Trevi - immer schön, wenn man ein wenig Ruhe sucht:
Abendstimmung Via della Conciliazione mit Blick auf den Petersdom:
Gute Nacht!
Bevor ich loslege, möchte ich aber einen Freund verlinken, der im Oktober auf Bistumswallfahrt in Rom war und darüber einen sehr schönen Blogartikel geschrieben hat:
klick
So einen abendlichen Fensterausblick - ich glaube, den kann es nur in einem römischen Hotel geben:
Er war heiß, heißer, noch heißer, dieser September in Rom. Doch in der Heimat war es zur gleichen Zeit sogar noch heißer. Das muss man einfach niederschreiben - verkehrte Welt.
Und man muss sehr früh aufstehen. Nämlich, um den Petersplatz SO fotografieren zu können:
Also gut, wo wir nun gerade dabei sind, dann halt einige wenige Impressionen vom Petersdömchen:
Aber dann machten wir uns auf zum Castel Sant'Angelo:
Im Inneren liegt Geschichte bruchstückhaft in den Ecken herum.
Kanonenfutter:
Wandel-Gang:
Früher konnte man sich dort auch einkerkern lassen:
Glück hatte, wer das Tageslicht wiedersah:
In den oberen Räumen hielten man sich eher freiwillig auf und genoss das Ambiente:
Weiter unten wurde scharf geschossen:
Der Tiber:
Schöne Aussichten:
Sonnenfinsternis durch Kameraspiele:
Ich muss meine Zimmerdecke im Wohnzimmer gelegentlich umgestalten:
Was? Ich steh' hier halt nur rum.
Der Passetto di Borgo: Eine "Befestigungsmauer", die vom Castel Sant'Angelo bis zum Vatican führt und gleichzeitig ein Geheimgang der Päpste war:
Wie gesagt: Schlagkräftige Zeiten. Und wünschen wir uns nicht alle gelegentlich so ein Teil?
Ach, nee, ich sag' dazu jetzt einfach mal nix:
Was anderes als das eigene dumme Gesicht könnte man auf Dach des Castel Sant'Angelo auch sonst fotografieren:
Ja, ein Regenschirm tut's in Rom eigentlich immer - bei Regen UND bei Sonnenschein:
Lückenbüßer:
Bisschen Kunst gucken:
Schlafzimmergeschichten:
Und jetzt gehen wir ein wenig ins Detail:
Habe mir ein neues Kofferset gekauft - bisschen stabiler halt:
Vom Castel dann von Engeln bewacht über die Engelsbrücke:
Und nun gehen wir spazieren:
Eisberg voraus! auf der Piazza Navona:
Und der Haifisch, der hat Zähne...:
Kontraste:
Da steht ein Pferd auf'm Flur...
Maskenhaft:
So ist das:
Fontana di Trevi - immer schön, wenn man ein wenig Ruhe sucht:
Ja, und weil wir immer noch in Rom sind, hier noch ein bisschen "Kirche", angefangen bei der Kuppel des Pantheon:
Abendstimmung Via della Conciliazione mit Blick auf den Petersdom:
Gute Nacht!
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