Also, ich kenne da jemanden, der ist "besessen" von Mangas. Ich hab' dazu immer innerlich lächelnd den Kopf geschüttelt. Ein erwachsener Mann muss Mangas lesen .... Mensch, wollen unsere "Jungs" denn heute überhaupt nicht mehr aus den Kinderschuhen raus?
Inzwischen ist mir klar, wie unfair dieses Denken war, denn ich habe mich mal etwas näher mit Mangas beschäftigt. Und da gibt es ebenso große Unterschiede wie auch bei den hierzulande seit Jahrzehnten bekannten Comics, denn man kann ja (zum Beispiel) den rosafarbenen Kitsch-Glitzer-Gimmick-Kleinmädchen-Comic-Overload (siehe Foto Bahnhofskiosk)
auch nicht vergleichen mit so hochklassigen Comics wie "Tim und
Struppi", "Lucky Luke" oder "Asterix und Obelix" (die ich übrigens immer
noch gerne lese).
Und wenn ich bei Mangas bisher an Geschichten über glubschäugige japanische Teeniemädchen dachte, die allesamt ein Zweitleben als Superhero führen, dann ist auch das nur die eine Seite der Medaille. Es gibt eben auch die andere Seite, die man genauso in den Begriff "Kunst" einreihen darf, wie ich es bei den o.g. Comics tue. Und es gibt Geschichten, die durchaus auch sehr anspruchsvoll zu sein scheinen.
Comics für Erwachsene eben. Daran hätte ich vorher denken können (also vor meiner Vor-Verurteilung), denn die stehen bei mir schon lange im Schrank:
"Maus" zum Beispiel, von Art Spiegelman, in dem der Zeichner die Geschichte seines jüdischen Vaters während der Nazizeit aufarbeitet.
"Persepolis", von Marjane Satrapi, einer Iranerin, die heute in Frankreich lebt und hier (u.a.) auf die islamische Revolution und den Iran-Irak-Krieg mit Kinderaugen schaut.
Also gut, ich habe mir jetzt mal ein Manga gekauft. Und die erste Lektion dazu dann auch nach zwei in steigender Verwirrung gelesenen Seiten schon gelernt:
Mangas liest man von hinten nach vorne!!!
Freitag, 6. Juni 2014
Dienstag, 3. Juni 2014
"Schirmständer neben dem Firmspender"
Worauf man doch im Internet so alles aufmerksam gemacht wird - sogar auf das Pfarrblatt des (sicherlich) beschaulichen Schweizer Örtchens Olten. Hier ist auf Seite 12 einer Maiausgabe der Kommentar des dortiges Pfarrers abgedruckt, der ankündigt, bei der anstehenden Firmung nicht den "Schirmständer neben dem Firmspender" spielen zu wollen und deshalb der Firmung fernbleiben wird.
Meine erste Reaktion war:
Donnerwetter! Paukenschlag! Toll! Das hat gesessen! Teilen!
Meine zweite Reaktion war.
Ach, ich denke da lieber noch etwas drauf herum, ehe ich es teile. Dumme Angewohnheit, dieses Denken, aber schwer wieder abzugewöhnen.
Ja, und nun weiß ich nicht mehr:
Finde ich das nun gut, oder eben nicht, oder so "dazwischen"?
Den Frust des Pfarrers verstehe ich durchaus. Aber kommt er mir nicht auch ein bisschen "beleidigt" vor? Okay, vielleicht ist das unfair, da ich die Situation vor Ort nicht kenne.
Aber ich sehe einige Kritikpunkte, die so nicht hätten sein müssen: Er bemängelt, dass die Termine für Treffen mit den Firmlingen so lagen, dass er kaum teilnehmen konnte. Und dass keine Zeit für Beichtgespräche eingeplant worden sei. Und dass man den Firmlingen gesagt habe, alles sei freiwillig, also auch der Gottesdienstbesuch während des Jahres vor der Firmung.
Hm... Ist das nicht auch ein Zeichen für die typische Kommunikationsunfähigkeit so manches "Chefs"? Etwa so:
"Ich wollte, dass X so gemacht wird. Warum ist das nicht passiert? --- Wie, ich hätte Ihnen das sagen müssen? Das war doch klar!"
Als "Chef" darf ich durchaus "befehlen", dass etwas getan wird, und zwar so, wie ich es will. Aber deutlich machen muss ich meine dahingehenden Wünsche schon. Wenn es ihm z.B. doch wichtig war, an den Treffen mit den Firmlingen teilzunehmen, warum hat er den zuständigen Leuten nicht die klare Ansage gegeben: "Hey, das ist mir wichtig, also sprecht eure Termine mit mir ab, damit ich möglichst oft teilnehmen kann."
Aber vielleicht ist hier ein Mensch so frustriert, dass er sich einfach nur noch ins Schneckenhaus zurückziehen möchte?
Sicher ist es frustrierend, etwas sozusagen "anzubieten", das dem Anbietenden SO viel (um nicht zu sagen: Alles) bedeutet, und damit auf ein solches Desinteresse zu stoßen. Aber wenn wir in dieser Richtung weiterdenken, dann müssen wir auch die Kindstaufen abschaffen, denn den Babies auf Mutters Arm ist es herzlich gleichgültig, was der Priester da gerade mit ihnen am Taufbecken macht - und die stolzen Eltern gehören vielleicht auch zu jener Sorte, die anschließend mit ihrem Kind noch 2x in die Kirche kommen: Zur Erstkommunion und zur Firmung eben. Weil das dann ja eben alle so machen.
Ich frage mich nur halt gerade, ob der Herr Pfarrer nicht, bitte um Entschuldigung, zu kurz denkt.
Da stellen wir uns mal ganz dumm und fragen: Was ist denn nun eigentlich "Firmung"?
Einfach geantwortet: Die Bekräftigung der Taufe durch den Firmling, und Herabrufung des Hl. Geistes auf denselben.
Alles übrigens freiwillig. Und, man mag das einfach mal erwähnen: Ein Ausstieg aus dem "Verein" oder auch ein Einstieg in einen anderen, sind auch nachher jederzeit möglich und werden nirgends auf der Erde mit Todesstrafen belegt. *räusper*
Und wenn ich jetzt mal so an meine eigene Firmung denke (lang, lang ist's her), dann wäre ich dem Herrn Pfarrer sicherlich auch nicht recht gewesen. Aber wie es eben so war: Das gehörte eben dazu, machten alle, und außerdem gab's ja vielleicht Geschenke? (Gab's nicht - meine Patin erwies sich auch bei dieser Gelegenheit, ebenso wie bei allen anderen Festlichkeiten der vorangegangenen 15 Jahre, als unsichtbarer Flop. Und meine Eltern waren halt der Meinung, der neue Pulli zur Firmung müsse nun aber reichen. Dumm gelaufen.) Viel hängengeblieben ist nicht, von damals.
Und trotzdem.... Ist es das, worum es geht? Dass alle schön vorbereitet und hübsch andächtig sind, und der Pfarrer sich gut fühlt? Schön wär's. Im Ernst jetzt. Aber wenn es denn nun eben nicht so ist - ist es dann wirklich der richtige Weg, wenn der Pfarrer den Firmlingen deutlich macht "tut doch, was ihr wollt, ich jedenfalls mag nicht mehr, und eure Firmung ist mir auch 'egal'"?
Darum würde ich dem Herrn Pfarrer eher raten wollen: Manchmal hilft es, auf den Tisch zu hauen! Aber nicht hinterher, wenn das Kind im Brunnen ersoffen ist. Sondern vorher. Setzen Sie sich mit den Verantwortlichen zusammen. Sorgen Sie dafür, dass Termine abgestimmt werden. Regen Sie an, dass man mit den Firmlingen auch mal in einer Gruppe etwas "Cooles" unternimmt.
Aber vor allem: Vertrauen Sie doch einfach darauf, dass der Hl. Geist Seine Arbeit tun wird. Eines Tages...
Meine erste Reaktion war:
Donnerwetter! Paukenschlag! Toll! Das hat gesessen! Teilen!
Meine zweite Reaktion war.
Ach, ich denke da lieber noch etwas drauf herum, ehe ich es teile. Dumme Angewohnheit, dieses Denken, aber schwer wieder abzugewöhnen.
Ja, und nun weiß ich nicht mehr:
Finde ich das nun gut, oder eben nicht, oder so "dazwischen"?
Den Frust des Pfarrers verstehe ich durchaus. Aber kommt er mir nicht auch ein bisschen "beleidigt" vor? Okay, vielleicht ist das unfair, da ich die Situation vor Ort nicht kenne.
Aber ich sehe einige Kritikpunkte, die so nicht hätten sein müssen: Er bemängelt, dass die Termine für Treffen mit den Firmlingen so lagen, dass er kaum teilnehmen konnte. Und dass keine Zeit für Beichtgespräche eingeplant worden sei. Und dass man den Firmlingen gesagt habe, alles sei freiwillig, also auch der Gottesdienstbesuch während des Jahres vor der Firmung.
Hm... Ist das nicht auch ein Zeichen für die typische Kommunikationsunfähigkeit so manches "Chefs"? Etwa so:
"Ich wollte, dass X so gemacht wird. Warum ist das nicht passiert? --- Wie, ich hätte Ihnen das sagen müssen? Das war doch klar!"
Als "Chef" darf ich durchaus "befehlen", dass etwas getan wird, und zwar so, wie ich es will. Aber deutlich machen muss ich meine dahingehenden Wünsche schon. Wenn es ihm z.B. doch wichtig war, an den Treffen mit den Firmlingen teilzunehmen, warum hat er den zuständigen Leuten nicht die klare Ansage gegeben: "Hey, das ist mir wichtig, also sprecht eure Termine mit mir ab, damit ich möglichst oft teilnehmen kann."
Aber vielleicht ist hier ein Mensch so frustriert, dass er sich einfach nur noch ins Schneckenhaus zurückziehen möchte?
Sicher ist es frustrierend, etwas sozusagen "anzubieten", das dem Anbietenden SO viel (um nicht zu sagen: Alles) bedeutet, und damit auf ein solches Desinteresse zu stoßen. Aber wenn wir in dieser Richtung weiterdenken, dann müssen wir auch die Kindstaufen abschaffen, denn den Babies auf Mutters Arm ist es herzlich gleichgültig, was der Priester da gerade mit ihnen am Taufbecken macht - und die stolzen Eltern gehören vielleicht auch zu jener Sorte, die anschließend mit ihrem Kind noch 2x in die Kirche kommen: Zur Erstkommunion und zur Firmung eben. Weil das dann ja eben alle so machen.
Ich frage mich nur halt gerade, ob der Herr Pfarrer nicht, bitte um Entschuldigung, zu kurz denkt.
Da stellen wir uns mal ganz dumm und fragen: Was ist denn nun eigentlich "Firmung"?
Einfach geantwortet: Die Bekräftigung der Taufe durch den Firmling, und Herabrufung des Hl. Geistes auf denselben.
Alles übrigens freiwillig. Und, man mag das einfach mal erwähnen: Ein Ausstieg aus dem "Verein" oder auch ein Einstieg in einen anderen, sind auch nachher jederzeit möglich und werden nirgends auf der Erde mit Todesstrafen belegt. *räusper*
Und wenn ich jetzt mal so an meine eigene Firmung denke (lang, lang ist's her), dann wäre ich dem Herrn Pfarrer sicherlich auch nicht recht gewesen. Aber wie es eben so war: Das gehörte eben dazu, machten alle, und außerdem gab's ja vielleicht Geschenke? (Gab's nicht - meine Patin erwies sich auch bei dieser Gelegenheit, ebenso wie bei allen anderen Festlichkeiten der vorangegangenen 15 Jahre, als unsichtbarer Flop. Und meine Eltern waren halt der Meinung, der neue Pulli zur Firmung müsse nun aber reichen. Dumm gelaufen.) Viel hängengeblieben ist nicht, von damals.
Und trotzdem.... Ist es das, worum es geht? Dass alle schön vorbereitet und hübsch andächtig sind, und der Pfarrer sich gut fühlt? Schön wär's. Im Ernst jetzt. Aber wenn es denn nun eben nicht so ist - ist es dann wirklich der richtige Weg, wenn der Pfarrer den Firmlingen deutlich macht "tut doch, was ihr wollt, ich jedenfalls mag nicht mehr, und eure Firmung ist mir auch 'egal'"?
Darum würde ich dem Herrn Pfarrer eher raten wollen: Manchmal hilft es, auf den Tisch zu hauen! Aber nicht hinterher, wenn das Kind im Brunnen ersoffen ist. Sondern vorher. Setzen Sie sich mit den Verantwortlichen zusammen. Sorgen Sie dafür, dass Termine abgestimmt werden. Regen Sie an, dass man mit den Firmlingen auch mal in einer Gruppe etwas "Cooles" unternimmt.
Aber vor allem: Vertrauen Sie doch einfach darauf, dass der Hl. Geist Seine Arbeit tun wird. Eines Tages...
Meriam - wie befürchtet...
erweisen sich die Gerüchte der letzten Tage, dass die sudanesische Christin Meriam Jahia Ibrahim Ishaq in dieser Woche freigelassen würde, als genau dies: Gerüchte.
Von Seiten des Ehemannes und des Anwaltes war ja schon im Vorfeld klargestellt worden, dass man dort von einer Freilassung nichts gehört habe.
Die Rheinische Post meldet jedenfalls heute, dass die sudanesische Regierung eine mögliche Freilassung dementiert und von einem "Missverständnis" gesprochen habe.
Es wurde (und wird) vermutet, dass die Gerüchte in die Welt gesetzt wurden, um das öffentliche Interesse zum Erliegen zu bringen.
Ihr findet in meinen vorigen Posts zu diesem Thema Links zu diversen Petitionen und Protesten, an denen ihr euch durch einfaches Unterschreiben beteiligen könnt. Ansonsten könnt ihr auch einfach mal im Internet googlen - es sind in den letzten Wochen viele unterstützenswerte Aktionen ins Leben gerufen worden.
Von Seiten des Ehemannes und des Anwaltes war ja schon im Vorfeld klargestellt worden, dass man dort von einer Freilassung nichts gehört habe.
Die Rheinische Post meldet jedenfalls heute, dass die sudanesische Regierung eine mögliche Freilassung dementiert und von einem "Missverständnis" gesprochen habe.
Es wurde (und wird) vermutet, dass die Gerüchte in die Welt gesetzt wurden, um das öffentliche Interesse zum Erliegen zu bringen.
Ihr findet in meinen vorigen Posts zu diesem Thema Links zu diversen Petitionen und Protesten, an denen ihr euch durch einfaches Unterschreiben beteiligen könnt. Ansonsten könnt ihr auch einfach mal im Internet googlen - es sind in den letzten Wochen viele unterstützenswerte Aktionen ins Leben gerufen worden.
Montag, 2. Juni 2014
Eine Krähe...
...hackt der anderen kein Auge aus.
Hand auf's Herz: Wie oft haben wir das in Bezug auf Herrn und Frau Doktor schon gehört? Ich mag es für mich gar nicht mehr mitzählen.
Was mich ärgert: Uns ärgert das nicht mehr. Wir nehmen es hin, als wäre es selbstverständlich.
Oder anders: Es IST selbstverständlich, aber es sollte nicht so sein.
Willkürlich als Beispiel herausgegriffen:
Der Hausarzt hat "die Sache" verbockt. Nicht einfach nur so ein bisschen - also so, dass man es im Fach "wir machen alle Fehler" ablegen müsste - sondern im ganz großen Format. Fehler und dessen Ausmaße werden später vom Arzt im Krankenhaus (in dem Patient X zum Glück gerade noch rechtzeitig landete) festgestellt und kommentiert mit "da sag' ich jetzt mal nichts zu". Und wir nehmen das hin und lächelnd wissend: "Eine Krähe..." Isso. Muss man verstehen.
Nö, finde ich nicht.
Ich weiß, ich kann diese Praxis des Schweigens unter Ärzten über Ärzte nicht ändern. Ich wollte nur mit diesem Beitrag einmal darauf hinweisen, dass wir Patienten das inzwischen vieeeel zu selbstverständlich hinnehmen.
Geht um unsere Gesundheit. Sag ich jetzt nur mal so.
Hand auf's Herz: Wie oft haben wir das in Bezug auf Herrn und Frau Doktor schon gehört? Ich mag es für mich gar nicht mehr mitzählen.
Was mich ärgert: Uns ärgert das nicht mehr. Wir nehmen es hin, als wäre es selbstverständlich.
Oder anders: Es IST selbstverständlich, aber es sollte nicht so sein.
Willkürlich als Beispiel herausgegriffen:
Der Hausarzt hat "die Sache" verbockt. Nicht einfach nur so ein bisschen - also so, dass man es im Fach "wir machen alle Fehler" ablegen müsste - sondern im ganz großen Format. Fehler und dessen Ausmaße werden später vom Arzt im Krankenhaus (in dem Patient X zum Glück gerade noch rechtzeitig landete) festgestellt und kommentiert mit "da sag' ich jetzt mal nichts zu". Und wir nehmen das hin und lächelnd wissend: "Eine Krähe..." Isso. Muss man verstehen.
Nö, finde ich nicht.
Ich weiß, ich kann diese Praxis des Schweigens unter Ärzten über Ärzte nicht ändern. Ich wollte nur mit diesem Beitrag einmal darauf hinweisen, dass wir Patienten das inzwischen vieeeel zu selbstverständlich hinnehmen.
Geht um unsere Gesundheit. Sag ich jetzt nur mal so.
Nachtrag zu meinem Post "Frauen ohne Kopftuch"
Folgener Text war in meinem Post zu lesen:
So, nun haben es - wie immer mit Verzögerung - also auch die deutschen Medien mitbekommen, was da gerade im Iran und bei Facebook so los ist. Im Artikel der Welt steht es heute
hier
nun auch: Frauen ohne Kopftuch sind gefährlich. Aber leider, wenn sie im Iran leben, auch gefährdet.
Trotzdem gibt es eine Facebookseite mit dem Namen
My Stealthy Freedom
die von einer in London lebenden Iranerin gegründet wurde, und auf der inzwischen hunderte iranischer Frauen ihre Momente der "heimlichen Freiheit" posteten - Momente also, in denen sie in der Öffentlichkeit den Hidschab für einen Moment ablegten, und sei es nur, wie einige dazu schrieben, um das Gefühl des Windes im eigenen Haar zu erleben.
Von Seiten iranischer Mullahs hieß es dazu - u.a. - Frauen ohne Hidschab würden ihre Vergewaltigung provozieren.
Erinnert uns das nicht an etwas? An das "selbst Schuld", das auch hier bis vor gar nicht sooo langer Zeit eine Frau zu hören bekam, die vergewaltigt wurde? "Um diese Zeit alleine unterwegs....?" "Bei dem tiefen Ausschnitt...!" "Klar, Minirock...!"
Eigentlich bedauernswerte Exemplare der Gattung "Mann" dort im Iran. So wenig Selbstbeherrschung, dass der bloße Anblick von Frauenhaar ausreicht, zum Vergewaltiger zu werden?
"Liked" mir mal die FB-Seite - diese Frauen können Unterstützung brauchen. Denn sich im Iran ohne Hidschab zu zeigen, braucht großen Mut - da ist die Straße kein sachtes "Auf die Finger klopfen".
Es gab dann die Kritik, man könne ja nichts "liken", das man nicht verstünde. Zugegeben, auf den ersten Blick hat man den Eindruck, die Seite sei komplett auf Farsi gehalten. Aber, wie gesagt: Nur auf den ersten, sehr oberflächlichen Blick ist dies der Fall. Hierzu meine Antwort auf den Kommentar:
Wenn du ein bisschen intensiver auf die Seite schaust, dann wirst du sehen, dass viele der Texte zu den einzelnen Bildern auch eine englische Übersetzung haben (dazu muss man den ganzen Text über "weiterlesen" anklicken), und einige der Beiträge sind auch auf Englisch verfasst. Wie gesagt, ein bisschen weiter scrollen und suchen, dann gibt es da einiges zu lesen - ich spreche auch kein Farsi.
So, nun haben es - wie immer mit Verzögerung - also auch die deutschen Medien mitbekommen, was da gerade im Iran und bei Facebook so los ist. Im Artikel der Welt steht es heute
hier
nun auch: Frauen ohne Kopftuch sind gefährlich. Aber leider, wenn sie im Iran leben, auch gefährdet.
Trotzdem gibt es eine Facebookseite mit dem Namen
My Stealthy Freedom
die von einer in London lebenden Iranerin gegründet wurde, und auf der inzwischen hunderte iranischer Frauen ihre Momente der "heimlichen Freiheit" posteten - Momente also, in denen sie in der Öffentlichkeit den Hidschab für einen Moment ablegten, und sei es nur, wie einige dazu schrieben, um das Gefühl des Windes im eigenen Haar zu erleben.
Von Seiten iranischer Mullahs hieß es dazu - u.a. - Frauen ohne Hidschab würden ihre Vergewaltigung provozieren.
Erinnert uns das nicht an etwas? An das "selbst Schuld", das auch hier bis vor gar nicht sooo langer Zeit eine Frau zu hören bekam, die vergewaltigt wurde? "Um diese Zeit alleine unterwegs....?" "Bei dem tiefen Ausschnitt...!" "Klar, Minirock...!"
Eigentlich bedauernswerte Exemplare der Gattung "Mann" dort im Iran. So wenig Selbstbeherrschung, dass der bloße Anblick von Frauenhaar ausreicht, zum Vergewaltiger zu werden?
"Liked" mir mal die FB-Seite - diese Frauen können Unterstützung brauchen. Denn sich im Iran ohne Hidschab zu zeigen, braucht großen Mut - da ist die Straße kein sachtes "Auf die Finger klopfen".
Es gab dann die Kritik, man könne ja nichts "liken", das man nicht verstünde. Zugegeben, auf den ersten Blick hat man den Eindruck, die Seite sei komplett auf Farsi gehalten. Aber, wie gesagt: Nur auf den ersten, sehr oberflächlichen Blick ist dies der Fall. Hierzu meine Antwort auf den Kommentar:
Wenn du ein bisschen intensiver auf die Seite schaust, dann wirst du sehen, dass viele der Texte zu den einzelnen Bildern auch eine englische Übersetzung haben (dazu muss man den ganzen Text über "weiterlesen" anklicken), und einige der Beiträge sind auch auf Englisch verfasst. Wie gesagt, ein bisschen weiter scrollen und suchen, dann gibt es da einiges zu lesen - ich spreche auch kein Farsi.
Sonntag, 1. Juni 2014
Frauen ohne Kopftuch...
So, nun haben es - wie immer mit Verzögerung - also auch die deutschen Medien mitbekommen, was da gerade im Iran und bei Facebook so los ist. Im Artikel der Welt steht es heute
hier
nun auch: Frauen ohne Kopftuch sind gefährlich. Aber leider, wenn sie im Iran leben, auch gefährdet.
Trotzdem gibt es eine Facebookseite mit dem Namen
My Stealthy Freedom
die von einer in London lebenden Iranerin gegründet wurde, und auf der inzwischen hunderte iranischer Frauen ihre Momente der "heimlichen Freiheit" posteten - Momente also, in denen sie in der Öffentlichkeit den Hidschab für einen Moment ablegten, und sei es nur, wie einige dazu schrieben, um das Gefühl des Windes im eigenen Haar zu erleben.
Von Seiten iranischer Mullahs hieß es dazu - u.a. - Frauen ohne Hidschab würden ihre Vergewaltigung provozieren.
Erinnert uns das nicht an etwas? An das "selbst Schuld", das auch hier bis vor gar nicht sooo langer Zeit eine Frau zu hören bekam, die vergewaltigt wurde? "Um diese Zeit alleine unterwegs....?" "Bei dem tiefen Ausschnitt...!" "Klar, Minirock...!"
Eigentlich bedauernswerte Exemplare der Gattung "Mann" dort im Iran. So wenig Selbstbeherrschung, dass der bloße Anblick von Frauenhaar ausreicht, zum Vergewaltiger zu werden?
"Liked" mir mal die FB-Seite - diese Frauen können Unterstützung brauchen. Denn sich im Iran ohne Hidschab zu zeigen, braucht großen Mut - da ist die Straße kein sachtes "Auf die Finger klopfen".
hier
nun auch: Frauen ohne Kopftuch sind gefährlich. Aber leider, wenn sie im Iran leben, auch gefährdet.
Trotzdem gibt es eine Facebookseite mit dem Namen
My Stealthy Freedom
die von einer in London lebenden Iranerin gegründet wurde, und auf der inzwischen hunderte iranischer Frauen ihre Momente der "heimlichen Freiheit" posteten - Momente also, in denen sie in der Öffentlichkeit den Hidschab für einen Moment ablegten, und sei es nur, wie einige dazu schrieben, um das Gefühl des Windes im eigenen Haar zu erleben.
Von Seiten iranischer Mullahs hieß es dazu - u.a. - Frauen ohne Hidschab würden ihre Vergewaltigung provozieren.
Erinnert uns das nicht an etwas? An das "selbst Schuld", das auch hier bis vor gar nicht sooo langer Zeit eine Frau zu hören bekam, die vergewaltigt wurde? "Um diese Zeit alleine unterwegs....?" "Bei dem tiefen Ausschnitt...!" "Klar, Minirock...!"
Eigentlich bedauernswerte Exemplare der Gattung "Mann" dort im Iran. So wenig Selbstbeherrschung, dass der bloße Anblick von Frauenhaar ausreicht, zum Vergewaltiger zu werden?
"Liked" mir mal die FB-Seite - diese Frauen können Unterstützung brauchen. Denn sich im Iran ohne Hidschab zu zeigen, braucht großen Mut - da ist die Straße kein sachtes "Auf die Finger klopfen".
Noch einmal Meriam, der Sudan - und nebenbei eine Frage an unsere Öffentlich-Rechtlichen.
Laut einiger Artikel, u.a. in
Die Welt
soll die sudanesische Christin, die im Gefängnis ihr zweites Kind zur Welt brachte, freikommen.
Aber: Andere Medien mahnen zur Vorsicht: Dies könnte ein Versuch der sudanesischen Regierung sein, das große öffentliche Interesse an Meriam zum Einschlafen zu bringen.
Deshalb: Bitte nicht aufhören, sich an den vielen Petitionen, Unterschriftsaktionen, Protestnoten zu beteiligen.
Und eine Frage hätte ich dann mal zu unseren öffentlich-rechtlichen TV-Medien: Fällt es nur mir auf, dass der Fall der Meriam Ibrahim Ishtaq dort bis heute mit keinem einzigen Wort erwähnt wurde?
Die Welt
soll die sudanesische Christin, die im Gefängnis ihr zweites Kind zur Welt brachte, freikommen.
Aber: Andere Medien mahnen zur Vorsicht: Dies könnte ein Versuch der sudanesischen Regierung sein, das große öffentliche Interesse an Meriam zum Einschlafen zu bringen.
Deshalb: Bitte nicht aufhören, sich an den vielen Petitionen, Unterschriftsaktionen, Protestnoten zu beteiligen.
Und eine Frage hätte ich dann mal zu unseren öffentlich-rechtlichen TV-Medien: Fällt es nur mir auf, dass der Fall der Meriam Ibrahim Ishtaq dort bis heute mit keinem einzigen Wort erwähnt wurde?
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